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Hauptverwaltung ArcelorMittal Stahlwerke Bremen
Bremen


Das Grundstück liegt im Gewerbegebiet „Bremer-Industrie-Park“ in direkter Nachbarschaft zum Stahlwerk Bremen. Es gibt weder einen städtebaulichen Kontext noch ein einheitliches Erscheinungsbild, auf das entwurflich, gestalterisch zurückgegriffen werden konnte. Ewas gänzlich neues und losgelöstes konnte entstehen.

Die Hauptverwaltung gibt nun die zukünftige städtebauliche Situation vor und lässt diese erst entstehen. In ihrer gesamten Ausdehnung wird ein markanter städtebaulicher Auftakt geschaffen.

Idee war es den gestalteten Außenraum in den Innenraum zu transportieren und so das Arbeitsumfeld für die zahlreichen Mitarbeiter qualitativ zu erhöhen. Trotz der Größe, der Baumasse, sollte Leichtigkeit und Transparenz sowie Offenheit die Erscheinung der neuen Hauptverwaltung bestimmen.

Die Anordnung des überwiegenden Bedarfs an PKW-Stellplätzen unterhalb der hoch gestellten Bürozonen ermöglicht eine dezentrale Führung der Mitarbeiter in die zentrale Erschließungsspange und damit eine kurze Wegeführung. Gleichzeitig wird hierdurch das Maß der unüberbauten Freiflächen erhöht und gestaltet sowie begrünte Innenhöfe geschaffen.

Von den Arbeitsplätzen aus geht der Blick direkt auf die begrünten Flächen des Außenraums. Die visuelle Aufnahme der lichten Innenhöfe in den Innenraum durch die großzügige Glasfassade mit vorgeschaltetem Sonnenschutz transportiert den Dialog mit der Umwelt bis zum Schreibtisch.

Die zentrale Erschließungsspange durchzieht linear das gesamte Gebäude. Sie ist das Rückrat des Gesamtkomplexes und dient der Orientierung und Teilung innerhalb der Bürostrukturen. An ihr reihen sich die einzelnen Bürounits rhythmisch in Abständen aneinander und bilden so überschaubare, maßstäbliche durch die Innenhöfe gegliederte Bauteile.
Die Spange beginnt mit der Vorfahrt, dem Haupteingang mit Foyer und den Sonderbereichen Konferenzzentrum sowie Restaurant und endet mit Blick auf die Industrieanlage Stahlwerke.

Der Entwurf sieht in den Bürounits Arbeitsplätze für ca. 500 Mitarbeiter vor. Die Anzahl der Mitarbeiter verlangt Raum für großzügiges Miteinander, Flächen für Konzentration und Kommunikation.
Durch die mit diesem Entwurf vorgegebene Anordnung der Units wurde die wesentliche Voraussetzung für eine Vielzahl qualitativ hoch- und gleichwertiger Arbeitsplätze geschaffen. Das flexible Raumkonzept innerhalb der Units (Kombibüros, Zellenbüro, Gruppenbüro) gewährt die bestmögliche Anpassung an die jeweiligen Anforderungen. Aus der Abgeschiedenheit einer jeden Teameinheit erwächst jedoch keine Isolation. Diverse Blickbeziehungen zu Anderen gewährleistet eine hervorragende Orientierung und vermitteln das Gefühl der Eingebundenheit in ein Ganzes.


KenndatenFertigstellung 2007 Baukosten 24.400.000 €
Grundfläche (BGF) 24.400 m²Rauminhalt (BRI) 85.650 m³
Bauherr/Auftraggeber nwf Immobilien 1. Verwaltungs GmbH / Kurt Zech GmbH
Leistungen Entwurfs-, Genehmigungs-, Ausführungsplanung

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