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74 | 120.010
Wettbewerb Teerhof
Bremen

Im Rahmen eines geladenen Wettbewerbes enstand der Entwurf eines komplexen Bürogebäudes auf der Weserinsel Teerhof gegenüber der Bremer Altstadt. Trotz der Dimension der geforderten Baumasse bestimmt Leichtigkeit, Transparenz und Offenheit die Erscheinung des Neubaus.

Das als Luftgeschoss geplante Erdgeschoss mit den Hauptfunktionen Eingang, Foyer, Haupterschließungskern, Zu-/Abfahrt Tiefgarage und Vorfahrt lässt das Gebäude schweben und verleiht der Architektur zusätzliche Leichtigkeit.

Durch die Baukörperanordnung und die Konzentration der erforderlichen Baumasse ist es möglich geworden, die wichtigen städtebaulichen Blickbeziehungen Neustadtmarkt, Brautbrücke, Teerhof und Martinikirche zu erhalten. Zusätzlich wird ein Freiraum an der Weserseite geschaffen.

Die Geschosse 1-6 dienen der Büronutzung, wobei die Geschosse 4, 5 und 6 dem zukünftigen Nutzer vorbehalten sind.

An den Haupterschließungskern mit Aufzugsanlagen und Helixtreppe mit vorgeschalteten Schleusen gliedert sich das Office-Foyer. Eine separate Erschließung der Tower-Bar von außen ist gegeben. Gestalterisch soll das Erdgeschoss durch ein spezielles Beleuchtungskonzept hervorgehoben werden.

KenndatenFertigstellung 2006   
Grundfläche (BGF) 10.250 m²Rauminhalt (BRI) 39.600 m³
Bauherr/Auftraggeber Faulen-Quartier-Projekt- und Entwicklungsges.mbH
Leistungen Entwurfsplanung, Wettbewerbsbearbeitung

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73 | 900.010
Wettbewerb Brillissimo
Bremen

Für das in die Jahre gekommene und großteils ohne Nutzung brach liegende Gebäude der ehemaligen Kaufhalle am Brill in Bremen wurde ein Einladungswettbewerb ausgeschrieben.



Unser Entwurf sieht einen transparenten Glaskörper mit vielfältiger, farbiger Lichtführung vor.

KenndatenFertigstellung 2005   
Grundfläche (BGF) 6.180 m²Rauminhalt (BRI) 26.700 m³
Bauherr/Auftraggeber Bremische
Leistungen Wettbewerbsbearbeitung

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66 | 5P
Umbau und Erweiterung des
SEK I Schulzentrums ‚In den Sandwehen’

Bremen-Blumenthal

Die Schwerpunkte des Entwurfs beziehen sich neben der Gestaltung und Funktionalität des Gebäudes auf die sinnvolle Nutzung und Verwendung von Energie.

Der Neubau gliedert sich rückwärtig an den Bestand an. Er beinhaltet die neue Mensa, die sich transparent und leicht durch Glas, sowie „warm“ durch Holz von zwei flankierenden, niedrigeren Riegeln abhebt. Diese setzen sich mit sandfarbenem Verblender vom roten Stein des Altbaus ab.

Durch den vorhandenen Haupteingang erschliesst sich das neue Foyer, dass sich weit öffnet und durch eine verglaste Fassade eine Sichtbeziehung nach Aussen herstellt. Dieser Foyerbereich dient als Treffpunkt, Pausenhalle, Marktplatz und kann je nach individuellen Wünschen unterteilt, und für sich abgeschlossen werden. Diese Zone dient zusätzlich als Informations- und Orientierungspunkt und leitet die Besucher in die angrenzende Aula/Mensa, die den Mittelpunkt des kulturellen Geschehens bildet. Durch Kontrollierbarkeit und Abgeschlossenheit des Foyers sind separate Abend- und Wochenendveranstaltungen unabhängig vom Schulbetrieb möglich. Der mulifunktionale und lichtdurchflutete Raum bietet ausreichend Platz für jede Art von Veranstaltung und lässt sich bei Bedarf durch eine Schiebewand mühelos unterteilen.

Bei der Nutzung als Mensa erfolgt die Essenausgabe über die angrenzende Küche. Neben den notwendigen Nebenräumen und einem Büro befindet sich hier ein abgeschlossener Vorflur. Dieser dient als Anlieferung der Küche, äusserer Zugang zu den WC’s und Anbindung an das Foyer. Ausserdem schafft er eine optische Trennung zwischen Bestand und Neubau.
Durch die großzügigen Fensterflächen des Veranstaltungsraumes eröffnet sich der Blick ins Grüne und die Sitzplätze im Freien. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist eine vollwertige Bühne mit Seitenbühne und rückwärtigem Zugang zum Backstagebereich. Ein sich öffnender, lichtdurchfluteter Flur bietet den Mitwirkenden einen Treff- und Sammelpunkt vor ihrem Auftritt.

In diesem Querriegel des Neubaus, der wie der Küchen-/WC-Bereich über einen separaten Aussenzugang verfügt, befinden sich die Musikräume. Abgewandt vom Altbau kann hier nach Lust und Laune musiziert und geprobt werden, ohne den übrigen Unterricht akustisch zu beeinträchtigen. Jedem Musikraum ist ein Raum zur Aufbewahrung und Lagerung von Instrumenten zugeordnet.
Neben der gestalterischen Umsetzung des Entwurfs steht der sinnvolle und innovative Umgang mit Energie im Vordergrund. Hierbei fallen Stichworte wie: Erdspeicher, Hypocaustum und Venturi-Effekt.

Erdspeicher
Die bestehende Heizzentrale und die dazugehörige Teilunterkellerung werden zur Energiegewinnung genutzt. Kalte Aussenluft wird oberhalb der Heizzentrale angesogen, durch die Abwärme der im Erdkanal befindlichen Leitungen erwärmt, und über den Fußboden den Räumen zugeleitet (Quellluft).
Es findet ein Wärmetausch statt, der den Neubau im Sommer mit kühler, und im Winter mit erwärmter Luft versorgt.

Hypocaustum (Unterfeuerung)
Es erfolgt eine konstante Wärme- und Kältezufuhr über einen den Hohlraumboden. Die abgegebene Quellluft sorgt für ein gleichmässiges und angenehmes Raumklima. Die Stahlbetonsohle unterhalb und der Hohlraumboden selber dienen hierbei als Massenspeicher.

Venturi-Effekt
An oberster Stelle des Daches sorgt eine regelbare Öffnung, „gekrönt“ durch eine Venturi-Fläche für permanenten Luftaustausch. An der engsten Stelle des Venturi-Luftkanals steigt die Strömungsgeschwindigkeit der Luft an und sorgt für Unterdruck. Durch diesen Effekt wird verbrauchte Luft aus dem Raum abgesogen und durch Quellluft ersetzt.
Durch dieses System können die Räume ohne Zufuhr neu erzeugter Energie versorgt werden. Zusätzlich bieten statische Heizflächen eine individuelle Temperierung der Räume.

Solarenergie
Weitere Energieersparnisse finden durch Erwärmung des Brauchwasser für Küche und WC’s durch Sonnenkollektoren auf dem Dach statt.


KenndatenFertigstellung 2003 Baukosten 4.968.000 €
Bauherr/Auftraggeber Bremer Energie-Konsens GmbH
Leistungen Wettbewerbsbearbeitung, Ankauf

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